
Operative Exzellenz entscheidet in der Fertigung über Output, Geschwindigkeit und Effizienz. In der Praxis wirken jedoch viele Faktoren darauf ein, etwa Materialverfügbarkeit, Maschinenausfälle und Personalausfall. SAP Manufacturing Integration and Intelligence (SAP MII) hilft, diese Vorgänge zu erfassen, zu verbinden und auszuwerten. Dieser Artikel erklärt, was SAP MII ist, welche Funktionen es hat und für wen es sich eignet.
SAP MII ist eine Lösung von SAP für die Integration und Auswertung von Fertigungsdaten. Es sammelt Daten aus Maschinen, Sensoren und Unternehmenssystemen und führt sie in einem zentralen Integrationsknoten zusammen. Dort werden die Daten bereinigt und vereinheitlicht. Auf dieser Basis stellt SAP MII Analysen, Dashboards und Berichte bereit.
SAP MII deckt vier Bereiche ab.
Datenerfassung: Daten kommen aus Fertigungsanlagen, Sensoren und Unternehmenssystemen. Damit bildet SAP MII die Grundlage für alle weiteren Auswertungen. Ohne vollständige Erfassung bleiben Dashboards und Analysen lückenhaft.
Datenintegration: Ein zentraler Integrationsknoten führt die Daten aus den verschiedenen Quellen zusammen. Dabei werden die Daten bereinigt und vereinheitlicht, sodass sie gemeinsam ausgewertet werden können.
Analyse: Anwender können ausgehend von einer Übersicht bis zu einzelnen Werten in die Daten hineinschauen. So lässt sich nachvollziehen, wodurch eine Abweichung entstanden ist.
Dashboards und Berichte: Sie stellen Leistungskennzahlen aus der Produktion übersichtlich dar. Produktionsverantwortliche sehen darin den aktuellen Stand und können ihn mit früheren Werten vergleichen.
SAP MII verbindet die Fertigung mit SAP ERP, dem Manufacturing Execution System (MES) und weiteren SAP-Anwendungen. So können Informationen aus dem Shopfloor in die Geschäftsprozesse einfließen und umgekehrt. Ein Beispiel ist die Auswertung von Produktionsdaten, die anschließend die Planung im ERP beeinflusst. Die konkrete Ausgestaltung hängt von der jeweiligen Systemlandschaft ab.
Für allgemeine Schnittstellen zwischen Systemen lohnt sich auch ein Blick auf SAP PI/PO. Unser Artikel Alles, was Sie über SAP PI und SAP PO wissen müssen erklärt diese Plattform.
Diese Beispiele sind illustrativ. Ein Produktionsleiter kann Leistungsdaten mehrerer Linien in einem Dashboard vergleichen. Ein Qualitätsverantwortlicher sieht, an welchen Stellen Abweichungen häufiger auftreten. Eine Instandhaltung erhält Hinweise, wenn sich Maschinenwerte verändern. In allen Fällen entsteht der Nutzen erst, wenn die Daten zuverlässig erfasst und gepflegt werden.
SAP MII passt, wenn in der Fertigung Daten aus verschiedenen Anlagen und Systemen zusammengeführt und ausgewertet werden sollen. Vor der Entscheidung sollten Unternehmen diese Fragen klären:
Welche Systeme müssen angebunden werden, etwa SAP ERP, ein MES oder weitere SAP-Anwendungen? Welche Daten sind für die Auswertung wichtig und wie zuverlässig werden sie heute erfasst? Wer ist dafür verantwortlich, die Daten im Shopfloor zu pflegen? Und welche Entscheidungen sollen die Auswertungen später unterstützen?
Wenn diese Fragen beantwortet sind, lässt sich besser einschätzen, ob der Aufwand für die Integration in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht.
Die MDP Group unterstützt Unternehmen bei Einführung und Betrieb von SAP MII und SAP ME. Unsere Berater bringen Erfahrung aus unterschiedlichen Branchen mit. Mehr dazu auf unserer Seite zur SAP MII-Beratung.
SAP MII verbindet Fertigungsdaten mit den Geschäftsprozessen und macht sie für Entscheidungen nutzbar. Wer die Datenbasis im Shopfloor sauber aufbaut, schafft die Grundlage für bessere Entscheidungen.
SAP MII sammelt Daten aus Fertigungsanlagen, Sensoren und Unternehmenssystemen. Welche Daten im Einzelfall relevant sind, hängt von den Prozessen und der Systemlandschaft ab.
Genannt werden SAP ERP, ein Manufacturing Execution System (MES) und weitere SAP-Anwendungen. Die konkrete Anbindung hängt vom jeweiligen Projekt ab.

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